Kapelle zu den hl. Drei Königen in der der Maria Ward-Schule zu Mainz

1925 lieferte Michael Körfer aus Gau-Algesheim eine Orgel mit 13 Registern an das „Institut St. Mariä der Englischen Fräulein“ (Maria Ward-Schule).

1957 und 1967 wurde das Instrument umdisponiert (Oberlinger) und elektrifiziert (Breitmann).

Ganz genau 100 Jahre nach der Weihe der Orgel haben wir das Instrument gereinigt, alle Membranen ersetzt, die beiden 2´ Register getauscht und den Generalschweller abgedichtet um die Schwellwirkung zu erhöhen.

Die Elektrosicherheit wurde vorher schon von der Fa. FSB-Orgelbau und Elektrotechnik aus Frankfurt hergestellt.

Abschließend wurde alles nachintoniert und gestimmt.

Die heutige Disposition des elektrisch angesteuerten Kegelladenorgel lautet:

Dormagen-Stürzelberg; St. Aloysius

Bergheim-Niederaußem; St. Johann Baptist

Orgelumsetzung als Befreiung aus der Käfighaltung

Die Orgel der 2010 profanierten Kirche St. Heinrich zu Köln-Deutz stammt aus dem Jahre 1975 und wurde von der renommierten Firma Schuke (Berlin) erbaut. Das ganze Instrument ist hochwertig gebaut worden. Mit 22 Registern auf zwei Manualen und Pedal ist das Werk sehr gut für eine weitere Nutzung in der Kirche St. Aloysius Stürzelberg geeignet.

Leider wurde die Kirche St. Heinrich in der Zwischenzeit in der Weise umgebaut, dass der ehemalige Kirchenraum nun ein Mehrzweckraum für Tagungen, Theateraufführungen, Sport usw. ist. Die Empore auf der die Orgel stand, wurde mit einer Wand zugebaut, in der lediglich Fensterausschnitte waren.

Orgel in Käfighaltung am originalen Standort
Orgel in Käfighaltung am originalen Standort

Dadurch wurde der Abbau natürlich zu einer großen logistischen Herausforderung. Zumal die Raumnutzung völlig normal weiterlief.

Nach dem Abbau und dem Transport nach Dormagen-Stürzelberg mussten alle Teile gereinigt werden. Zudem stand die Erstellung der Elektrosicherheit innerhalb der Orgel, die Überarbeitung der Registerzugmotoren und die Erneuerung aller vier Balgbelederungen an.

Die Pfarrkirche St. Aloysius ist das herausragende Bauwerk in Stürzelberg (Ortsteil von Dormagen). 1838 wurde das Gotteshaus gebaut, 1910 wurde es um ein Seitenschiff erweitert.

Da die Empore nun frei war und maßstabsgetreue Abmessungen auf der Empore ergeben haben, dass das Instrument räumlich perfekt passt, konnte nun die Orgel mit ihren rund 3.500 kg aufgestellt werden.

Diese Versetzung war nahezu 1:1 möglich und daher eine Variante, welche vom finanziellen Aufwand für die Gemeinde gut realisierbar war.

Die Orgelgröße entspricht in etwa einem in früheren Zeiten schon einmal dort beheimateten Instrument.

Die Intonationsarbeiten waren eine Herausforderung, denn der Raum in Köln-Deutz war mit offenporigen Ziegeln ausgestattet und daher sehr stark schallschluckend.

Die Kirche St. Aloysius dagegen ist mit einer perfekten Orgelakustik mit schönem Nachhall ausgestattet.

Daher hatten wir viel damit zu tun die Lautstärke des Instrumentes deutlich zurück zu nehmen.

Heute fügt sich die Orgel wunderbar in die Raumgestaltung und -akustik ein.

Sie bietet der Gemeinde viele klangliche Möglichkeiten zur Gottesdienst- und Konzertgestaltung und ist somit das perfekte Match für Alle.

Prospektteil Pedal
Prospektteil Pedal

Bergheim-Niederaußem; St. Johann Baptist

Gesamtansicht

Die Orgel wurde im Jahr 1913 von der Bonner Werkstatt Johannes Klais als Opus 520 erbaut.

Handregister, Piano, Forte, Tutti

Pneumatische Kegellade   

Spieltisch
Spieltisch

Das phantastische Instrument ist weitestgehend im Originalzustand: der Spieltisch mit allen Funktionen, ca. 90 % des Pfeifenwerks, die Windladen und die Klanggestalt. Das ist sehr selten so anzutreffen und macht ausgesprochen Freude!

Nur die Windanlage wurde im Zuge eines Umbaus Ende der 1990er Jahre verändert.

Allein die klangliche Abstufung der vier Streicherregister bei dieser Orgelgröße sucht seines Gleichen.

Die Präzision der pneumatischen Spieltraktur konnten wir durch den Austausch der Membranen wieder herstellen.

Neben der Reinigung wurde das Instrument auch entschimmelt und Maßnahmen ergriffen, dass das nicht wieder passiert.